Mein ultimativer Buchtipp

Update 09.11.2012: mit diesem Post nehme ich an der Blogparade „Leseherbst 2012“ teil, die auf dem Blog textania.de zurzeit veranstaltet wird. Zur Blogparade geht es hier entlang.

Es gibt ein Buch, das mich so wahnsinnig mitgenommen hat, dass ich immer noch daran denken muss und es ist auch das einzige, das mir so wirklich nah ging und haften geblieben ist. Wann immer ich nach meinem Lieblingsbuch gefragt werde ist dies die einzige Antwort:

„Wir müssen über Kevin reden“ von Lionel Shriver ist im List Hardcover Verlag 2006 erschienen und unter anderem bei amazon erhältlich.

In diesem Briefroman rekapituliert vom Ende zum Anfang die Mutter des 17-jährigen Kevin, der in einer amerikanischen Schule einen Amoklauf begangen und mehrere Menschen erschossen hat (und jetzt im Gefängnis sitzt), das Familienleben seit der Geburt von Kevin bis eben zum Ende und sich damit auf schmerzhafte Weise mit Schuld und Verantwortung auseinander setzt.

Die Briefe adressiert sie an ihren Mann und immer wieder taucht die erschütternde Frage auf: was haben wir falsch gemacht?, wie hätten wir es verhindern können?, gab es Anzeichen, die wir übersehen haben?  Gerade der Briefe-Schreibstil nimmt den Leser gefangen in ein Mix aus Psychothriller und Horror bis hin zur Katastrophe. Ich jedenfalls konnte das Buch nicht aus der Hand legen. 

dpa schreibt über dieses Buch: 

»Kalt lässt Lionel Shrivers Roman Wir müssen über Kevin reden wohl niemanden. Dafür rüttelt die amerikanische Autorin zu kräftig am Wertesystem der westlichen Gesellschaft und an den Mythen von der Unschuld der Kinder und der allesverzeihenden Mutterliebe. Der mit dem hoch dotierten britischen Orange Prize 2005 ausgezeichnete Roman berührt, ja erschüttert die Leser nicht nur wegen seines vordergründigen Themas – dem Amoklauf eines Schülers – oder wegen seiner mitreißenden Sprache, sondern vor allem wegen der schonungslosen Ehrlichkeit, mit der hier eine Mutter nach der eigenen Verantwortung sucht. Das Buch wurde in den USA und England zunächst durch Mundpropaganda berühmt und hat eine heftige öffentliche Kontroverse ausgelöst.«

Auslöser dieses Beitrages ist der morgige ZDF-Montagsfilm Vater Mutter Mörder, der scheinbar in die gleiche Richtung zielt. Jedenfalls hat mich der Trailer hierzu sofort an das Buch erinnert. 

Advertisements

2 Gedanken zu „Mein ultimativer Buchtipp

Eure Meinung interessiert mich

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s