Vorne einsteigen, bitte

Bevor am kommenden Montag das große Chaos beginnt, möchte ich im Vorwege meine Bedenken loswerden; denn ab dem 5. März heißt es im Hamburger HVV Gebiet:

Auf irgendeiner Teststrecke wurde nämlich festgestellt, dass die Zahl der Schwarzfahrer deutlich zurück gegangen ist, seit man dort rund um die Uhr im Bus vorne einsteigen muss und dem Fahrer seinen gültigen Fahrausweis vorzeigen muss.

Dies gilt zwar nicht für die Metrobuslinien 4, 5 und 6 (dort erst ab 21:00 Uhr), aber alle anderen Metrobuslinien und Buslinien sind hiervon betroffen. So auch „meine“ Metrobusse der Linien 9 und 8.

Jetzt haben wir noch knapp eine Woche, im Bus wird alle 10 Minuten eine entsprechende Lautsprecher-Durchsage gegeben, um alle Passagiere darauf hinzuweisen, was uns ab Montag blüht – und dennoch: in mir regt sich der Zweifel, ob das auch so wirklich durchführbar ist.

Der erste Bus, den ich morgens nehme, stellt an sich für mich keine Hürde da. Es ist ein langer Gelenkbus und wenn ich einsteige, steigen maximal 3 weitere Leute mit mir ein. Ein paar Stationen später sieht das schon anders aus – da verteilen sich die Wartenden auf 3 Einstiege und so geht das recht schnell.

Der Wechsel morgens am Busbahnhof zur anderen Linie ist auch schon eine erste Hürde. Da ist jetzt schon fast Gerangel, um ja vorn an einem der Einstiege zu stehen.

Die größte Befürchtung beschleicht mich für den Feierabend-Verkehr – morgens scheint es sich besser zu verteilen – zumindest auf meiner Strecke.

Aber abends? Ich lasse jetzt schon so manches Mal einen Bus sausen, weil es mir an der Haltestelle zu voll ist oder ich mich nicht als eine der letzten noch in den Bus quetschen will, aber zukünftig? Ein Gelenkbus, bei dem heute 3 Einstiege oder so sind, wird dann nur noch vorne zu besteigen sein? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es bei uns so disziplinierte Schlangen wie in England gibt. Es wird ein Hauen und Stechen sein, um ja den ersten Platz an der Fahrertür zu erlangen.

Und Mütter/Väter mit Kinderwagen? Die müssen schließlich hinten einsteigen. Wer will dann jemanden verwehren, mit hinein zu schlüpfen?

All das sind Fragen über Fragen, die ab der nächsten Woche beantwortet werden. Im Vorfeld wollte ich einfach nur meine Bedenken loswerden.

Spannend wird’s auf jeden Fall – ich glaube aber, das wird den Gebrauch des Autos fördern. Zumindest ich werde bestimmt öfter mit dem Auto fahren, wenn mir das zu voll und ein zu heftiges Gerangel wird.

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3 Gedanken zu „Vorne einsteigen, bitte

  1. Petra

    Einfach erst einmal abwarten und ein bisschen mehr Zeit einplanen. Die Zeiten im Fahrplan stimmen doch sowieso nie.
    Das merkt aber so richtig, wenn man aus dem Stadtgebiet raus muss, so wie ich. Es kann schon mal passieren, dass ich nach dem Büro im nächsten Dorf strande, weil mein Bus nur alle 30 bis 40 Minuten fährt. Die 3 Minuten Umsteigezeit am Hauptbahnhof schaffe ich nie.

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  2. kurzundknapp

    Danke für den Kommentar. Klar abwarten – mehr bleibt uns ja eh nicht übrig. Mir ging es auch weniger um mögliche Verspätungen, sondern mehr um das Chaos, das herrschen wird. Heutzutage will doch jeder immer als erstes in den Bus einsteigen – egal, ob vorn, mitte oder hinten. Mir geht es eher um den zu erwartenden Stress.

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  3. Petra

    Bedauere heute lieber die Kollegen, die gerade aus dem Süden unterwegs sind. Gestern zur Zeit der morgendlichen Berufsverkehrs Unfall mit 8 Fahrzeugen – Vollsperrung er A1 bei Hittfeld. Heute morgen Vollsperrung wegen Unfall am Maschener Kreuz. Wir kommen heute morgen mit dem Pkw nicht mal zum Brötchenholen raus aus der Straße! ;o(

    Antwort

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