Sonne! … Ab in die Stadt

Heute war das Wetter wieder zu schön, um zu Hause zu bleiben. Und wenn Ihr jetzt über den Titel irritiert seid – für uns Hamburger bedeutet „in die Stadt gehen“, dass wir in die Innenstadt fahren, ab zum Rathausmarkt oder an die Alster. Somit gibt es also eine Stadt in der Stadt. Wundert Euch nicht, so sind wir halt. Wir haben sowieso ein paar Begriffe, die Quiddjes nicht verstehen und bevor ich mal einen Begriff verwende, den Ihr nicht kennt, gibt es hier erst einmal einen Schnellkurs, den ich hier entnommen habe :


achtern: kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet „hinten“ oder „hinter“
angetütert: angeheitert, angetrunken
antüdeln: sich anziehen
duhn: betrunken
bannig: „sehr“ „ziemlich“ oder „ganz schön“
Backs: Ohrfeige
beipulen: jemandem etwas beibringen
beschicken: etwas erledigen
binnen: innen
buten: außen
Bontje: Bonbon
Buddel: Flasche
Büdel: Beutel
Buttje: kleiner Junge
Büx: Hose
daddeln: Spielen
Dösbaddel: Jemand, der dumm oder ungeschickt ist
Deern: Junges Mädchen
drög: trocken
duhn: betrunken

fofftein: plattdeutsch und heißt fünfzehn. Kurze Arbeitspause
fühnsch: wütend
Gedöns: Krimskrams
Hummel, Hummel, Mors, Mors: Hamburger Schlacht- und Erkennungsruf
Klacks: Is doch’n Klacks sagt man, wenn man etwas ohne großen Aufwand erledigen kann
klönen: sich unterhalten, plaudern
kuddelmuddel: Durcheinander
Luden: Zuhälter
Lusche: Jemand, der bummelt oder seine Arbeit nicht zuverlässig verrichtet
Moin: morgendliche Begrüßung
Mors: Hintern
mucksch: schlecht gelaunt, beleidigt sein
naschen: Süßigkeiten essen
nölen: rummaulen
Peterwagen: Polizeiauto
piesacken: quälen, ärgern
pischern: pinkeln
plietsch: pfiffig, klug
Puschen: Pantoffeln

Quiddje: Nichthamburger, Zugezogene/r
Rundstück: helles Brötchen
Sabbelbüdel: Jemand, der viel redet, oft auch jemand, der dummes Zeug redet
Schiet: Dreck, Kot (Schietbüdel, Schietwetter)
Schmuddelwetter: schlechtes Wetter
Schnack: Redewendung
schnacken: sich unterhalten
schnoopen: naschen, Süßigkeiten essen
Tschüs: Abschiedsgruß
Tüdel: in Tüdel kommen bedeutet, durcheinander sein, sich verzetteln
Tüdelkram: überflüssige Dinge
tutig: harmlos, naiv, treudoof

Nun aber zum eigentlichen Thema. Ich habe mich also heute Vormittag auf den Weg gemacht und bin zum Rathausmarkt gefahren, denn dort findet zurzeit bereits zum 27. Mal das Stuttgarter Weindorf statt, eine Budenstadt mitten auf dem Rathausmarkt, bei dem uns die Köstlichkeiten aus Stuttgart und Umgebung kulinarisch feilgeboten werden. Im Gegenzug gastiert dann der Hamburger Fischmarkt in Stuttgart.


Hier nun die entsprechenden Bilder vom vormittäglichen Weindorf, dann ein Blick in die Poststraße, durch die Alsterarkaden und Blick zurück vom Jungfernstieg auf die kleine Alster mit dem Rathaus im Hintergrund:

Mein Weg führte mich dann weiter durch den Neuen Wall und offensichtlich hat das fallende Klavier ein paar Schäden an der Nespresso-Filiale hinterlassen; denn dort wird zurzeit gebaut und George Clooney ist mir auch nicht über den Weg gelaufen. Dafür wurde ich durch einen Blick in ein wunderschönes Treppenhaus entschädigt:

 

Übrigens: einige meiner Leser wollten ja unbedingt mal ein Foto von mir haben. Ich habe mich also bereitschlagen lassen und hier ist das Foto von mir. Ich hoffe, Euch gefällt es 🙂



Ich bin dann durch die Poststraße gebummelt, über den Gänsemarkt und bin dann in den Colonnaden gelandet, wo heute ein Antikmarkt stattgefunden hat.

 

Was mir dann besonders gut gefallen hat, war folgendes Schild, das in einem Palmenkübel steckt. Tja, wir Hamburger sind halt freundlich:



Ich bin dann weiter zum Neuen Jungfernstieg, habe dann den Blick auf die Binnenalster genossen und bin dann in Richtung Alsterpavillon („Alex“) gebummelt, wo zurzeit das Duckstein-Festival stattfindet.


Da ich aber weder Biertrinkerin bin noch irgendeine gastronomische Köstlichkeit zu mir nehmen wollte (Ihr wisst ja, ich mache zurzeit eine BCM-Diät), haben mich die wunderhübschen Zelte und Buden nicht weiter interessiert. Wobei ich echt selbst über meine Disziplin erstaunt bin. Es roch dort total lecker, weil es unter anderem belgische Waffeln gab, die aus frischem Hefeteig hergestellt wurden, aber ich kam noch nicht einmal in Versuchung, sondern habe einfach nur den leckeren Duft aufgesogen.

Ach, und was soll ich sagen. Wenn ich in der Stadt bin, dann zieht es mich automatisch auch zum Hafen. Ich liebe einfach das Flair dort und also bin ich auch dorthin geschlendert und komme diesmal allerdings nur mit zwei Fotos zurück. Es gibt ja schon genügend in meinen weiteren Blogberichten zu sehen. Sucht einfach unter „Hamburg“ und alles wird gut. 


Und auch diesmal habe ich dann wieder die Hadag-Fähre nach Finkenwerder und zurück genommen. Auf dem Wasser bekommt man schließlich schön Farbe und ich will ja auch was davon haben, dass ich draußen bin.

Mit dem Bild von der kleinen Wolke, die sich dann am Himmel zeigte, verabschiede ich mich für heute.


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2 Gedanken zu „Sonne! … Ab in die Stadt

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