Der Tag nach dem #Tanzverbot

Ich hatte heute den Eindruck, dass die ganze Welt – oder zumindest ganz Hamburg – heute auf den Beinen war, weil man sich ja gestern am Karfreitag still in die Ecke setzen musste.

So habe auch ich mich auf den Weg gemacht; ich wollte ein wenig Shopping betreiben. In der Umkleidekabine eines Geschäftes habe ich dann ein schönes Erlebnis gehabt:

Während ich ein Kleid anprobiert habe, wurde ich notgedrungen Ohrenzeugin des folgenden Real-Life-Dialoges aus der benachbarten Kabine:

Sie: können wir uns einfach drauf einigen, dass das nicht gut aussieht?

Er: du hast gesagt, ich soll ehrlich sein!


Sie: aber doch nicht SO!


Sie: Ars****

Er: dann geh doch alleine einkaufen!

Leider passte mir das Kleid und ich hatte keinen Grund, dort länger zu bleiben

Entsprechend gut gelaunt; denn ich konnte selbst entscheiden, ob mir das Kleid gefiel oder nicht, bin ich dann weiter gegangen. Allerdings haben mich die Menschenmassen in der Europapassage doch abgeschreckt.


Ich bin dann lieber mit der U4 in die Hafencity gefahren, weil ich mir die Fotoausstellung „Licht des Hafens“ anschauen wollte, die am Überseeboulevard stattfindet. Hier ein paar Eindrücke

Bistro de Paris – ein Muss
Und dann habe ich noch eine gute Tat vollbracht. Als ich da so an den Magellan-Terrassen sehnsüchtigen Blickes aufs Wasser schaute, bemerkte ich ein älteres Ehepaar, das sich gerade mit einem Stadtplan abquälte. 


Ich bin dann auf sie zugegangen und fragte sie, ob ich ihnen helfen könne, sie sähen so suchend aus. In der Tat konnte ich dann auch helfen, aber was viel schöner war: wir haben da einige Zeit gestanden und eine richtig schöne Unterhaltung geführt. Sie fragten ich nämlich auch, was denn noch so in der Nähe sei, was es zu besuchen lohnt und da war ich natürlich ganz in meinem Metier.  Wie eine Stadtführerin habe ich ihnen dann das „Klein & Kaiserlich„, das Gewürzmuseum und auch die Fotoausstellung erklärt und sie waren dankbar.


Aber viel schöner war deren abschließender Satz: „Sie haben gerade das Vorurteil widerlegt, Hamburger seien steif und zugeknöpft und unfreundlich. Vielen Dank“.

Mit einem strahlenden Lächeln machte ich mich dann auf den Heimweg.




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