Lobet den … nee, lobet das Wetter

Ich wollte ja schon anfangen mit „Lobet den Herrn“, da ich dieses Lied noch im Ohr habe. Jetzt, wo ich gerade vom Kirchentag nach Hause gekommen bin. Und ich bin mehr als glücklich, dass ich den Weg dorthin heute angetreten bin. Dazu aber gleich mehr. Wann hat man schon einmal das Glück, dass an einem Feiertag so ein wunderschönes Wetter ist? Strahlend blauer Himmel hat mich förmlich aus der Wohnung rausgetrieben.

Wie üblich begann mein heutiger Ausflug am Bahnhof Tonndorf. Praktischerweise hält dort die Regionalbahn aus Bad Oldesloe, die mich innerhalb von 10 Minuten zum Hauptbahnhof bringt. Dazu noch auf bequemste Weise. 

Vom Hauptbahnhof aus bin ich dann zu den Deichtorhallen gegangen. Dort nämlich ist der Start- und Landeplatz des HighFlyers, des Fesselballons, der wie ein Fahrstuhl auf 150 Meter Höhe fährt und man kann von dort oben bei gutem Wetter – und vor allem besten Windverhältnissen – phantastische Fotos schießen. 
Tja, dieser HighFlyer. Ich kämpfe ja noch immer mit mir. Wage ich es? Überwinde ich meine Höhenangst? Das Ergebnis, nämlich die tollen Fotos, verlockt mich ungemein. 

Und auf dem Rückweg von meinem Ausflug war ich auch soweit. Ich sagte zu mir: „Jetzt oder nie“, bin reingegangen, wollte mir schon ein Ticket kaufen, aber da kam mir eine Höhere Macht zugute: „heute starten wir nicht mehr, die Windverhältnisse lassen es nicht zu“. Puh, Glück gehabt.

Da hat wohl jemand zu sehr nach oben auf den Ballon geguckt und sein Auto dann mal anders herum auf dem Parkplatz abgestellt. Nein, ich schätze mal, das ist Kunst, schließlich ist das ja der Parkplatz der Deichtorhallen. Dort ist Kunst beheimatet. 

Bei dem traumhaften Wetter lässt es sich gut aushalten in den Strandkörben vor den Deichtorhallen. 

Immer gut bewacht von diesem jungen Mann hier. Wer auch immer das sein mag oder wen auch immer diese Skulptur darstellen soll. Ich hab’s nicht so mit Kunst.

Direkt hinter den Deichtorhallen an der Ericusspitze ist der Sitz des Spiegel-Verlags, der sich dort ein imposantes Verlagsgebäude hingestellt hat. 

Vis-à-vis zum Spiegel befindet sich das ZDF-Studio Hamburg. Auch hier dominiert Glas. Aber mir gefällt’s
Zwischen den Deichtorhallen und der Ericusspitze ist diese Eisenbahnbrücke. Wüsste man vielleicht ja auch nicht, wenn’s nicht drauf stünde.

So, und nun geht es langsam ins Eingemachte, ab in die Speicherstadt. Hier am „Eingang“ am Brooktorkai befindet sich das Automuseum. Vielleicht will ja der eine oder andere Autofreak mal da hin?

 Und ab jetzt wird es so richtig schön. Erst kommt das Maritime Museum, dann der Nachhaltigkeitspavillon der Hafencity, „Osaka 9“ am Magdeburger Hafen und dann die Grünfläche des Sandtorparks. Der Sandtorpark ist genau gegenüber von meinem Lieblingsplatz in der Hafencity, den Magellan-Terrassen. Überall saßen und lagen schon die Menschen rum und lauschten den schönen Klängen.

Hier am Magdeburger Hafen – so heißt diese Ecke, glaube ich zumindest – direkt beim Maritimen Museum habe ich die ersten Zelte vom Kirchentag gesehen und Chorale Klänge hallten durch die Straßen. Das hörte sich richtig gut an.

Stilgerecht gibt es beim MOGO Stand (Motorrad Gottesdienst = MOGO) zünftige Bratwurst mit einem guten norddeutschen Bier. Prost!

Hier auf diesem relativ kleinen Gelände befindet sich die „Nordseeküste“. Stände aus Dithmarschen und der norddeutschen Region haben hier ihre Zelte aufgeschlagen. Und es gibt dort „Hamburgs beste Pizza“. Norddeutsch, eben 🙂

Am Großen Grasbrook wurde den Besuchern des Kirchentags von den unzähligen Helfern eine „Wundertüte“ ausgehändigt. Dort drin befand sich eine Broschüre des Kirchentags mit den Gesängen und Gebeten des Eröffnungs-Gottesdienstes. Das finde ich eine sehr, sehr gute Idee. Auch, wenn es, was mich betrifft „Perlen vor die Säue“ werfen ist, aber prinzipiell finde ich es gut. Dann war da auch noch ein kleines Häufchen Sand drin. Wozu genau der ist, wurde in der Eröffnungsansprache erklärt. Aber ich habe mal wieder nicht zugehört 🙂

Am Cruise Center ist auch eine Bühne aufgebaut. Die Bühne ist für die Big Band der Bundeswehr, die gerade geprobt hat. Die folgenden Bilder zeigen ganz gut die Stimmung, bevor es so richtig voll wurde. Einfach nur schön.

Hier an den Magellan-Terrassen habe ich es mir dann in der Sonne erst einmal gemütlich gemacht. Während auf der Bühne eine Gruppe wunderbare Jazz-Klänge zum Besten gab, genoss ich die Sonne und das Lesen in meinem Kindle.

Engel gibt es nicht nur in Gestalt meiner Person (sorry, aber ein wenig Schulterklopfen muss sein), nein, auch der Kirchentag hat seine Engel. Hier sprechen sie sich gerade ab. Was auch immer sie dann vorhatten.

Die folgenden Bilder zeigen die Menschengruppen während der Eröffnungsansprache und des Eröffnungsgottesdienstes. So viele Menschen auf einen Haufen. Und alle lächelten. Alle hatten gute Laune. Es war eine super Stimmung. 

 

Als Fazit kann ich nur sagen: ich habe selten eine so angenehme Stimmung wie heute erlebt und kann nur jedem empfehlen, ebenfalls den Kirchentag zu besuchen. Bis Sonntag, 5. Mai, finden noch jede Menge Veranstaltungen statt. Schaut einfach mal vorbei. 


2 Gedanken zu „Lobet den … nee, lobet das Wetter

  1. Anonymous

    Schöner Blog und haben viele so empfunden wie Du.

    Wir Hafencity-Bewohner fanden Euch (die Gäste) auch sehr freundlich (kein Stress oder Anspannung). Da hat man die Massen an Menschen gar nicht gespührt oder sich gestört gefühlt. Vielen Dank!
    Allerdings trifft es nicht auf die Veranstalter bzw. Organisatoren zu, die haben uns eine Woche lang von Morgens 8:30 bis tief in die Nacht (meist bis 3 Uhr) nicht zur Ruhe kommen lassen (das war „unchristlich“), denn wir haben Jobs und kleine Kinder!

    Antwort
  2. Sabine Sternberg

    Danke für den Kommentar.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin Leserin der Hafencity Zeitung und der hafennews und bekommen schon den einen oder anderen kritischen Kommentar mit.

    Und ja, wir Besucher haben leicht Lachen. Wir sind nicht von Straßensperrungen betroffen, sondern freuen uns noch drüber und können gehen, wann es uns beliebt und uns in unsere Außenbezirke zurückziehen, wo nichts los ist.

    Und jetzt beginnt ja erst die „heiße Phase“. Und dafür wünsche ich Ihnen und allen Anwohnern der Hafencity starke Nerven. Dennoch werde ich weiter dort herumlaufen und die Atmosphäre genießen. Jedoch nicht, ohne auch an die Bewohner zu denken.

    Antwort

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