Soweit die Füße tragen

Meine Füße haben mich heute ziemlich weit getragen. 

Auch heute hat mich die Sonne wieder aus der Wohnung getrieben und so hatte ich die Idee, zum Fähranleger Teufelsbrück zu fahren und von dort immer an der Elbe entlang zur Hafencity zu laufen.

Morgens auf dem Weg zur Arbeit sehe ich am Busbahnhof Wandsbek immer die Schnellbuslinie 39, die zum Fähranleger Teufelsbrück fährt. Also dachte ich mir, ich könnte diese Linie nehmen und dabei quasi eine Stadtrundfahrt machen. Aber als ich den Haltestellenplan gesehen habe, habe ich diese Idee sofort wieder verworfen. Schaut mal auf die Fahrtdauer…. Da würde ich jetzt ja noch drin sitzen


Aber wie heißt es so schön? „Alle Wege führen nach Rom“ und daher habe ich eine andere Strecke genommen. Obwohl mir Rom als Ziel doch wesentlich lieber gewesen wäre. Aber man kann ja nicht alles haben.

Am Fähranleger Teufelsbrück bietet sich der folgende wunderschöne Blick:


Und so begann dann mein Marsch. Und damit Ihr es besser nachvollziehen könnt, hier meine Route, die ich gelaufen bin. Äh, gelaufen im Sinne von „gehen“.


Gut, dass da ausdrücklich steht, dass die Fußgänger-Route eine Betaversion ist. Denn ich war strammen Schrittes 2:50 h unterwegs. Aber vielleicht hatte der Wege-Ausrechner ja die Känguruh-Schuhe unter den Füßen. Egal, wie auch immer, mein Weg führte mich die komplette Strecke (mit Ausnahme Große Elbstraße) immer direkt an der Elbe entlang und war einfach nur traumhaft.


Habe ich zuviel versprochen? Und weil wir Hamburger nun einmal die Sonne und den Strand so lieben, spielt das Leben auch am Strand. Man sonnt sich einfach und genießt den wunderschönen Blick.


Am Museumshafen Neumühlen / Övelgönne war es erwartungsgemäß gut besucht, aber wie man oben und auch jetzt folgend sieht, am Strand ist immer noch Platz genug.


Wie gern wäre ich in diesem Moment der Paddler gewesen. Das muss ein unglaubliches Gefühl sein, auf der Elbe zu paddeln.

Der Strandabschnitt war nun zu Ende, jetzt geht es am Elbufer Neumühlen vorbei an den neu gebauten Bürogebäuden bis nach Altona zum Dockland und Cruise Center.

Die rote Linie an den Treppenstufen bei den Gebäuden am Neumühlener Elbufer zeigt die Höhe des Hochwassers 1962 und 1999 an. Kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man so wie heute bei bestem Wetter dort entlang schlendert.


So langsam näherte ich mich mir bekannten Gefilden, nämlich dem Dockland, wo nebenan, am Cruise Center Altona die Aida Luna festgemacht hatte.


Von dort aus geht es durch die Große Elbstraße in Richtung Fischauktionshalle / Fischmarkt. Die Große Elbstraße ist bekannt für ihre „Spesenritter“-Restaurants, also viele edle Restaurants. Und das Stilwerk ist dort beheimatet. Umso schöner finde ich es dann aber, wenn es trotz aller noblen und edlen Geschäfte und Restaurants auch solche Läden wie den Hafenklang gibt.


Am Fähranleger Fischmarkt war anlässlich des Kirchentags eine Kunstinstallation aufgebaut. Aus Plastikmüll hat eine Künstlerin Windmühlen hergestellt und eine kleine Blumenwiese geformt.

Schlange stehen mussten die Menschen, die an der Fischauktionshalle eine der Elbfähren nehmen wollten – oder auch, um sich die Arche Noah anzuschauen, die am Anleger festgemacht hat. Entspannen kann man aber in einem der Strandkörbe vor der Fischauktionshalle.



An der Fischauktionshalle war gerade irgendeine Veranstaltung im Rahmen des Kirchentags. Keine Ahnung, worum es da ging, aber sie sangen alle schön einträchtig. Ich bin lieber weiter des Weges gegangen, vorbei an dem U-434, das U-Boot, das man besichtigen kann, immer in Richtung Landungsbrücken.


Die Elbfähren waren heute wieder einmal gut besetzt, um nicht zu sagen, sie waren restlos überfüllt.

An den Landungsbrücken war es auch recht kuschelig. Viel voller dürfte es am nächsten Wochenende nicht werden, wenn der Hafengeburtstag stattfindet.

Und auch der Beachclub Strand Pauli war gut besucht. Allerdings weiß ich ehrlich gesagt nicht, warum man in einen Beach Club geht, wenn ein paar hundert Meter weiter der „richtige“ Strand ist. Ach ja, der ist ja ohne Bedienung und ohne chilliger Musik.

Tja, wie man ja oben auf der Routenbeschreibung sieht, endete mein heutiger Marsch in der Hafencity. 

An der Kehrwiederspitze sind mir dann plötzlich meine Eltern übern Weg gelaufen. Sie hatten die gleiche Idee wie ich, sind allerdings genau an der entgegengesetzten Linie angefangen. Und deren Weg führt nicht soweit wie ich ihn bereits zurückgelegt hatte. 

Am Cruise Center Hafencity hat die MS Delphin festgemacht auf den Treppen des Unileverhauses am Strandkai entspannten sich die Besucher oder schauten zur anderen Seiten hinüber, wo am O’swaldkai die Autofrachter beladen wurden.

Ich habe mich von meinem Fußmarsch dann anschließend bei schönen Klängen auf den Magellan Terrassen entspannt und musste dann allerdings einen kleinen Umweg nehmen, um zur U-Bahn zu kommen, weil es aufgrund von Filmaufnahmen eine Sperrung am Überseeboulevard gab. Leider habe ich nicht feststellen können, welcher Film dort gerade gedreht wurde, weil wir gebeten wurden, dort nicht zu bleiben, damit keine Zuschauer ins Bild laufen.


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