Kleine Fluchten: der Bramfelder See

Hamburg ist eine grüne Stadt – das ist nicht nur so daher gesagt, sondern so ist es auch. Jeder Stadtteil, ja fast jede Straße hat so mindestens eine grüne Ecke, sein eigenes Paradies.

Für mich als Bramfelderin war schon von Kindheitsbeinen an einer der schönsten Orte der Bramfelder See. Dort kann ich wunderbar entspannen, dort habe ich meine ersten (vergeblichen) Jogging-Versuche unternommen und es ist für mich „mein“ Paradies im Herzen von Bramfeld.

Quelle: Google Maps

Wie man unschwer erkennen kann, hat er eine längliche Form und mehrere Quellen „füllen“ ihn. Die Länge des Sees beträgt von West nach Ost ca. 1,2 km und er ist ca. 400 m breit – an einigen Stellen jedoch deutlich weniger. Einige kleine Inseln liegen dort mitten im See und die größte davon misst in etwa 600 qm und genau auf dieser Insel lebt eine Graureiherkolonie. Daher ist es auch mittlerweile ein normales Bild, mehrer Graureiher am Ufer stehen zu sehen.

Den See kann man komplett auf dem 2,9 km langen Rundweg umrunden und ist damit eine ideale Spaziergang- oder Joggingstrecke. Auch Segway-Fahrer trifft man dort mehr und mehr an, befindet sich doch in der Nähe eine Ausleihmöglichkeit für Segways (bei der Tennisschule gegenüber von Famila).

Egal an welcher Ecke des Bramfelder Sees man sich befindet – man sieht nirgendwo Wohnhäuser und schon gar nicht die Hochhausschluchten der Großsiedlung Steilshoop – ich komme mir immer vor, als befände ich mich im Paradies – zumindest stelle ich es mir dort so vor. An der Westseite gibt es einen großen Spiel- und Grillplatz. 


Im Süden fließt das Wasser des Bramfelder Sees erst in die Seebek, von dort aus in die Osterbek und schließlich in die Alster. Im Januar 2010 haben irgendwelche Idioten das Schloss an der Ablaufschleuse zur Seebek hin aufgebrochen und so ist der See unter dem Eis in die Seebek ausgelaufen, was wiederum zur Folge hatte, dass ein Großteil des Fischbestandes qualvoll ums Leben kam. Der Sportfischereiverein Elbe e.V., der den Bramfelder See betreibt, hat einige Tausend Euro in neue Fische investiert, aber dennoch wird es wohl Jahre dauern, bis sich der See von dieser Katastrophe gänzlich erholt.



Direkt ans Nordufer grenzt der Hauptfriedhof Ohlsdorf, den ich in einem separaten Bericht ja bereits einmal vorgestellt habe. Am Nordufer findet man dann auch eine Vielzahl von Fledermauskästen, um den Fledermäusen die Chance auf ein eigenes Heim zu geben; denn die Baumhöhlen sind zumeist schon durch Vögel besetzt. Mehr zu den Fledermäusen in Hamburg findet Ihr auf meinem, diesen Bericht begleitendem Board auf keeeb.


Heute habe ich den See gemeinsam mit meinen Eltern und dem Hund umrundet. Es war wie immer ein wunderschöner Spaziergang und ich kann Euch nur raten, solltet Ihr aus Hamburg kommen, fahrt mal zum Bramfelder See. Entspannung pur!




Bramfeld ist schön! by @kurzundknapp4



Habt Ihr auch solch einen „eigenen“ Rückzugsort? 



 

4 Gedanken zu „Kleine Fluchten: der Bramfelder See

  1. meyrose

    Wunderschöne Bilder voller Ruhe. Obwohl ich Hamburgerin bin (in ich weiß nicht wievielter Generation), bin ich dort noch nie gewesen. Das werde ich mal nachholen.
    Mein Ort für diese Spaziergänge ist die Fischbeker Heide, die nur 2 Häuserreihen von meinem Lebensort entfernet beginnt.

    Antwort

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