CSD Hamburg-Parade

Bereits zum 33. Mal findet derzeit die HAMBURG PRIDE statt – heute nun mit der großen Parade, die gegen 12:00 Uhr in der Langen Reihe gestartet ist. Das diesjährige Motto der Pride lautet „Mehrheit für Vielfalt: Du hast die Wahl“ – was natürlich nicht nur rein zufällig einen inhaltlichen Zusammenhang zur bevorstehenden Bundestagswahl hat. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass alle – alle? nein, nicht alle, ich habe von der CDU nichts gesehen – gängigen Parteien wie selbstverständlich vertreten waren.


Ich hatte in meinem Bericht zur #StopWatchingUs Demonstration ja bereits kritisch angemerkt, dass meiner Meinung nach die SPD die Chance vertan hat, zu zeigen, dass sie die Sorgen und Ängste des Volkes wahrnimmt, indem sie mit Abwesenheit geglänzt hat.

Heute bei der CSD-Parade war das natürlich ein ganz anderes Bild: die Piraten, die Grünen, die FDP und eben auch die SPD waren mit eigenem Wagen vertreten … klar: bunte, schrille Bilder, keine Reden, schönes Wetter, laute und gute Musik, das kommt natürlich gut an. Und nebenbei: es guckt eh keiner drauf, von wem gerade der Wagen ist. Hauptsache, die Musik stimmt.

Und so konnte Burkhardt Müller-Sönksen diesmal fröhlich im gelben Poloshirt hinter dem FDP-Wagen tanzend und lachend hinterherlaufen, weil ihn erstens eh keiner kennt und zweitens niemand Notiz von den umherlaufenden Menschen nimmt.

Der Wagen mit der besten Musik – zumindest in der Langen Reihe, wo ich stand – war für mich der Wagen der GRÜNEN. Das Tüdelband (klaun, klaun, Äppel wolln wir klaun …) wurde in der neuen, rockigen Version gespielt und ganz Hamburg hat lautstark mitgesungen und ganz nebenbei zeigten sich sowohl Antje Hajduk als auch Katrin Göring-Eckardt absolut textsicher


Aber ich schweife schon wieder ab … Wo war ich stehen geblieben? Ach, ja, die Lange Reihe. Irgendwo stand, dass der Zug der Parade um 11:00 Uhr in der Langen Reihe startet. Schönes Ziel, dachte ich mir und so machte ich mich also auf den Weg und war in der Langen Reihe und hatte jede Menge Zeit, die eintrudelnden Leute zu beobachten. Drags, weniger Drags, Möchtegern-Stars, jung, alt aber eines einte alle: die Freude und die gute Laune. Selbst der einsetzende Regen, der sich dann in einen veritablen Regenguss gewandelt hat, konnte der guten Laune keinen Abbruch tun. Nur: die Wagen setzten sich deswegen nicht eher in Bewegung. Eher später. Aber so war genügend Zeit, sich umzuschauen.

 

 

  



Und dann endlich. Nach gefühlt 3 Stunden Stehen setzte sich die Karawane in Bewegung.


Ich denke, man sieht selbst an den Regenbildern, dass wir wirklich Spaß hatten. Sowohl die, die wie ich am Rand als Zuschauer standen, die Leute in den Fenstern und natürlich die auf der Straße und auf den Wagen.

 

Es war alles in allem mal wieder eine Mischung aus politischer Demonstration, Happening und Schlagermove. Nur, dass der Schlagermove für viele Teilnehmer offensichtlich nur im Vollrausch erträglich ist. Hier wurde zwar auch getrunken und der Alkohol floss reichlich – aber es war einfach fröhlicher. Okay, ich muss immer die Einschränkung machen, dass ich nur in der Langen Reihe dabei war. Was sich dann im Verlauf des Zugs noch ergeben hat, kann ich nicht beurteilen.

Was ich beeindruckend fand: die Parade wurde „verfolgt“ von einer Karawane der Stadtreinigung Hamburg, die den Müll gleich wieder mitnahm



Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei. Dann aber am Jungfernstieg. 

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2 Gedanken zu „CSD Hamburg-Parade

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