Ein Sommertag in Hamburg

Heute Morgen zweifelte ich noch, ob das was wird. Aber wer Hamburg und sein Wetter kennt, der weiß, dass es gar nichts zu sagen hat, wenn es morgens gießt. Deswegen kann es trotzdem ab mittags wunderschön sein. 

So wie heute – und daher habe ich mich auf den Weg in die Hafencity gemacht. Meine erste Station war der Spielplatz Grasbrooktor, der als Spielplatz für Jung und Alt konzipiert ist und der gestern eröffnet wurde


Jung und Alt deswegen, weil es übergroße Schaukeln gibt, auf denen Erwachsene neben den Kindern schaukeln können, der Grasbrookpark ein Ort der Entspannung und frei zugänglich ist. Für die Kinder ist er, so zumindest aus Sicht meiner Erwachsenenaugen, die sich in Kinderaugen versetzen, optimal. Eine schöne große Wasserlandschaft, in der man so richtig rumspritzen kann, im Matsch buddeln kann, tolle Klettergerüste, ein Trampolin, kurzum: ich finde ihn klasse! Toll auch, dass er zur Straße Grasbrook hin eingezäunt ist, so dass die Kleinen nicht zufällig auf die Straße laufen können. Hätte ich Kinder, ich wäre so oft wie möglich dort.

Von dort aus ging es weiter zum SUP – Stand Up Paddling an den Magellan-Terrassen.


Dieses Event war so interessant, diesem widme ich einen eigenen Bericht.

Am letzten Wochenende war ich ja bei der Eröffnung der Baakenhafenbrücke und des Baakenhafenquartiers und da schrieb ich ja bereits, dass ich mir vorstellen könne, hier doch häufiger mal die eine oder andere Stunde zu verbringen. Heute war es soweit. Ich erinnerte mich, dass man auf der Brücke wunderbar sitzen und auf das Cruiseterminal schauen kann. Also habe ich mich auf den Weg gemacht.

 

Dort, wo am letzten Wochenende zur Eröffnung der Brücke die Fatboys zum Sitzen lagen, dort saß ich heute und sonnte mich. Der Fußweg auf der Brücke ist so breit, da ist ein extra breiter Streifen, der erhöht ist, um sich dort hinzusetzen. Nehme ich zumindest an. Und wenn nicht dafür konzipiert, ich nutze ihn dafür.

Es war einfach herrlich. Die Sonne schien direkt auf mich, ein Kreuzfahrtschiff verließ den Anleger des Hafencity Cruise Center und ich habe es wirklich genossen, dort zu sitzen.

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Die #baakenhafenbrücke ist perfekt für die kleine Entspannung #hamburg #welovehh by @kurzundknapp4


Links auf dem Gelände des ehemaligen Afrika-Terminals saßen auch Leute auf dem Rasen und genossen die Sonne und die Einsamkeit.

Allerdings hatte ich ja noch etwas vor: um 17:00 Uhr sollte das White Dinner im Oberhafen beginnen und der Oberhafen ist ja nur einen Katzensprung entfernt und so bin ich also losmarschiert.


In der Hafencity wird ja viel gebaut. Sehr viel sogar. Warum aber dieses kleine Stück Mauer am Lohsepark gegenüber der U-Bahn-Station „Hafencity Universität“ eingezäunt da so rumsteht … man weiß es nicht. Vielleicht ist es ja Kunst.

Ich ging da dann also so meines Weges, durchquerte den Lohsepark und da sah ich schon die Teilnehmer des White Dinner. Die Stockmeyerstraße füllte sich so langsam, drüben auf der Ericusspitze, rund um das Spiegel-Gebäude war sicherlich kein Platz mehr zu finden, die Oberhafenbrücke (bei der Oberhafenkantine) war linksseitig am Brückengeländer ebenfalls voll und zu den Deichtorhallen hin war es auch gerammelt voll. 

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#WhiteDinner starts now #oberhafen #hamburg by @kurzundknapp4


Ich kann schlecht schätzen, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Teilnehmerzahl von 3.000 aus dem letzten Jahr locker übertroffen wurde.


Und ich glaube, anhand der Bilder kann man schon erkennen, was ein White Dinner ist, oder? Die Regeln sind ganz einfach:

  • man muss komplett in weiß gekleidet sein, nur die Schuhe dürfen notfalls andersfarbig sein.
  • man bringt Tisch und Stühle sowie sein Picknick mit
  • man bringt weiße Tischwäsche mit
  • und weiße Tücher zum Wedeln

Mit anderen Worten: es ist ein riesengroßes Picknick mit lauter Unbekannten. Als ich von dort aus zur U-Bahn ging, kamen mir noch jede Menge Weißgekleideter entgegen. Einige Autofahrer schauten recht verwundert, sah es für sie möglicherweise nach einem Ärztekongress aus. Nur: warum tragen sie Stühle mit sich herum?

Das Picknick, das einige Teilnehmer aufgefahren haben, war schon aller Ehren wert. Edelste Speisen, Wein oder Prosecco, teilweise auch Champagner aus schönen Gläsern und Kerzenleuchter in allen Varianten. 

Gern wäre ich noch länger geblieben, aber ich hatte leider noch etwas vor. Nächstes Mal.




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2 Gedanken zu „Ein Sommertag in Hamburg

  1. kurzundknapp

    Verrückt? Wir? Nööööö 🙂

    Du meinst vermutlich wegen des Weißen Dinners, das jetzt zum vierten Mal stattfand, oder? Das ist nicht „unsere“ Idee. Wir Hamburger schauen gern in der Welt wo es gute Konzepte gibt und bringen sie dann hierher. Der Ursprung liegt – natürlich – in der Stadt der Liebe, in Paris beim Dîner en blanc

    Aber es passt einfach perfekt zu Hamburg. In diesem Jahr waren es 6.500 Teilnehmer. Toll, oder?

    Antwort

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