Des Bäumchens neue Kleider

Ausgelöst durch einen Bericht im NDR-Fernsehen, habe ich mich auf den Weg gemacht, um mir in der Waitzstraße am S-Bahnhof Othmarschen mal die Bestrickungen der Bäume und Bänke anzuschauen.

Da ja „heutzutage“ aber alles irgendwie einen Anglizismus bekommt, nennt man das Einstricken von Gegenständen auch 

Guerilla Knitting oder Urban Knitting oder auch Knitted Graffitti

und die meisten dieser Kunstwerke findet man eben in der Waitzstraße. Direkt am Ausgang der S-Bahn ist dann auch diese überaus gelungene Bekleidung zu finden:


Mich überfordert ja schon alles, was über das Stricken eines Schals hinausgeht, aber gleich einen Baum mit seinen Verästelungen … das finde ich schon gelungen. Und so bin ich dann die Waitzstraße entlang geschlendert und zeige ein paar ausgewählte Bilder:

Wie man sieht, kann man nicht nur Bäumen ein neues Kleid verpassen, sondern auch dieser Stromkasten hat es jetzt muggelig warm. Ist nur blöd, wenn der mal geöffnet werden müsste – aber ich hoffe, die Techniker gehen dann vorsichtig mit dem Entkleiden des Kastens vor.

Und damit es der Rücken auch schön warm hat, haben auch die Rücklehnen der Bänke eine Umstrickung bekommen. 

So, aber nun genug gequatscht, jetzt gibt es Bilder. Viel Spaß beim Betrachten.

 Ich fand es auf jeden Fall interessant. Es belebt das Stadtbild und ist schön anzusehen.




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2 Gedanken zu „Des Bäumchens neue Kleider

  1. meike

    ich finde das ja schon toll, aber wo nehmen die so viele wolle und zeit her? xP
    wolle kann ja schon echt teuer sein und heute hat doch keiner mehr zeit 😀

    zum glück ist das an den bänken nur an der lehne .. nach einigen regengüssen kann ich mir vorstellen, dass das ziemlich eklig wird

    Antwort
  2. kurzundknapp

    Wenn ich mich recht erinnere, sind es in erster Linie zwei Frauen gewesen, die für die Bestrickung gesorgt haben. Sie wohnen wohl auch dort und daßen vor einem Café auf der Bank und haben gestrickt. Und im TV-Bericht sah man da nur die Nadeln fliegen, so schnell ging das. Die Wolle stammte wohl ursprünglich aus Resten. Aber speziell in der Waitzstraße müssen wir uns keine Gedanken darüber machen, wie sie die ganze Wolle finanzieren 🙂 Andere Straßenzüge wären da schon eher auf Spenden angewiesen. auf Wollspenden.

    Ich werde im Winter nochmals dorthin fahren. Mal sehen, ob und wie die Bestrickungen das Hamburger Schietwetter überstanden haben. Wir haben ja schließlich nicht immer nur strahlend blauen Himmel wie heute.

    Antwort

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