Speicherstadt Story II

Aufgrund eines Gewinns bei hamburg.de hatte ich das große Glück, der Aufführung der Speicherstadt Story II teilnehmen zu dürfen, die in einer nicht öffentlichen Aufführung dargeboten wurde. Das war natürlich genau das Richtige für mich; denn die Speicherstadt zieht mich immer wieder magisch an. Nicht nur in der Dunkelheit.




125 Jahre Speicherstadt – zu diesem Jubiläum gibt es also die Fortsetzung er Speicherstadt Story (und eine höchst informative Zusammenfassung von der HHLA). Die Aufführung der Speicherstadt Story II fand in der alten Kaffeebörse in der Straße Pickhuben statt. Mitten in einer Baustelle, da das Gebäude zurzeit zu einem Hotel umgebaut wird und der Veranstaltungsraum der Aufführung zukünftig der Frühstücksraum des Hotels werden wird. 


Initiator und Macher der Geschichte ist Michael Batz, der Leiter des Theater in der Speicherstadt und Hamburger Lichtkünstler, den sicherlich jeder kennt, da wir ihm die Blauen Tore (Blue Goals) auf den Dächern Hamburgs anlässlich der Fußball-WM 2006, den Blue Port, der Beleuchtung der Speicherstadt etc zu verdanken haben.


Die Speicherstadt Story II erzählte abwechslungsreich durch Lesungen, Gesang sowie Bilder und Filmausschnitte die Geschichte der Lagerhäuser von 1888 bis 1968. Kurzweilig, abwechslungsreich, schmissig – Zuschauer, die nicht aus Hamburg kommen, werden sicherlich ihre Probleme gehabt haben, einiges zu verstehen, denn schließlich ging es um Quartiersmänner, Schauerleute, Ewer, Schuten, Schottsche Karren etc. sowie um den Kastellan der Speicherstadt.

Durch die Geschichte der Lagerhäuser, dargeboten vom Ensemble des Theater in der Speicherstadt, zog sich als Roter Faden die Geschichte dreier Personen und ihre eigene Entwicklung und Aufstieg. Vom einfachen Lehrling ins Kontor. Von der Kaffeebörse, dem Kaffeehandel, dem Teehandel über Kakaobohnen, Hülsenfrüchte, Gewürze etc. Eben über alles, was in der Speicherstadt umgeschlagen und gelagert wurde. Die Geschichte der HHLA durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die HHLA war damals Verwalter der Speicherstadt und hat sich im Laufe der Zeit zu einem Logistikkonzern gewandelt. Auf ihrer Homepage gibt die HHLA übrigens eine interessante Zusammenfassung über die Geschichte der Speicherstadt. Ein Blick, der sich lohnt. 


Sehr sehr viel Interessantes war zu erfahren: so auch, dass bei den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg zwar weit über 60% der Speicherstadt, der Lagerhäuser zerstört wurden, nicht aber die unzähligen Brücken, was dann beim Wiederaufbau natürlich hilfreich war. 

Hälssen & Lyon … ein Name, der ganz eng mit der Speicherstadt verbunden ist. Das führende Teehandelshaus schlechthin und mir wohl bekannt, da damals während meiner Ausbildung zur Exportkauffrau einige Mitschüler ihre Ausbildung bei Hälssen & Lyon absolvierten. So wurde selbstverständlich in der Speicherstadt Story auch auf die Teeverkostungen eingegangen. 

Erfahren habe ich auch wie der Name Tchibo entstand: Max Herz und Carl Tchilling-Hyrian gründeten 1949 die Firma, dessen Name sich aus den Namen Tchilling und Bohne zusammen setzt. 

Da dies hier aber kein Geschichtsblog ist, empfehle ich Euch, mal die Geschichte der Speicherstadt bei Wikipedia nachzulesen. Es ist richtig spannend. So wie eben die Speicherstadt als solches auch. 

Ach so: und wo es eine Speicherstadt Story II gibt, gibt es natürlich auch einen ersten Teil. Die StaBi hat hier einen schönen Bericht zu geschrieben. 

Advertisements

Eure Meinung interessiert mich

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s