Warum in die Ferne schweifen?

Das Gute liegt so nah vor der Haustür, warum also in die Ferne schweifen? Nur ein ganz paar Autominuten von unserem Zuhause entfernt liegt der Tonndorfer Strand, der Ausgangspunkt eines schönen langen Spaziergangs mit Hund –  immer der Wandse entlang.

Dort befindet sich auch das Freibad Ostende, ein Naturbad mit Sandstrand und großer Liegewiese.


Zu wirklich moderaten Preisen (Erwachsene 3 Euro, Kinder bis 12 Jahre zahlen 1,50 Euro) kann man hier im Freibad Ostende schöne Sommertage verbringen. Der Ursprung dieses Freibades ist eine ehemals vollgelaufene Tongrube. In der Gegend waren ganz, ganz früher viele Tongruben und Ziegeleien ansässig und aus einer der Tongruben ist eben dieser Natursee entstanden, dessen Ufer parzelliert und verpachtet wurden – bis, ja, bis die Wehrmacht 1935 Wandsbek nötigte, die Verpachtungen und Parzellierungen aufzuheben und ihr dieses Strandbad als Militär-Badeanstalt zur Verfügung zu stellen.

Bis zum Jahre 1945 war dies dann auch tatsächlich eine Militär-Badeanstalt für die Soldaten der nahegelegenen Kasernen in der Wilsonstraße. Nach 1945 wurde das Bad dann wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Rund um das Freibad führen schöne Wege immer am Ufer der Wandse entlang durch Kleingartenvereine, durch Auentäler an kleinen Fußgängerbrücken vorbei bis zum Kupferdamm.

Überquert man den Kupferdamm befindet man sich auch sofort am Kupferteich, der ebenfalls wunderbar umrundet werden kann – was wir dann auch sehr gern gemacht haben, zumal es endlich mal ein Stunde lang nicht geregnet hat.

Eingangs des Kupferteichs befindet sich ein Gedenkstein


Dieser Granitfindling liegt auf einem Hügel aus Findlingen, inmitten einer kleiner Anlage aus Kiefern und Lebensbäumen. Die Inschrift auf dem Stein lautet „Die Gemeinde Farmsen ihren gefallenen Söhnen 1914-18“ und der Gedenkstein wurde bereits 1921 errichtet (damals allerdings noch in Bramfeld aufgestellt). Nach dem 2. Weltkrieg wurde noch der Zusatz „1939-45“ eingemeißelt. Um den Hügel herum sind 4 Tafeln aus Gusseisen mit 50 Namen angebracht.

Pedro und ich haben dann den Kupferteich umrundet und den Spaziergang bei dem Ausblick weidlich genossen. 

Es war herrlich – wir hatten bestimmt 12 Grad (Anfang Januar!) – die Vögelein zirpten fröhlich, überall treiben Knospen und Blüten aus …. Wüsste ich nicht, dass wir erst Anfang Januar haben, freute ich mich auf den beginnenden Frühling. Aber so gehe ich erstmal davon aus, dass uns noch ein Winter bevorsteht.

Also wie gesagt: Start war der Tonndorfer Strand, dann vorbei am Naturbad Ostende (rechter Hand), immer geradeaus, über den Kupferdamm rüber, den Kupferteich umrunden und dann allerdings sind wir den Sonnenweg entlang gegangen, damit die matschigen Pfoten sich etwas „trocken laufen“ konnten.

Wie man sieht, man muss nicht unbedingt groß weit wegfahren … in Hamburg ist irgendein Naturschutzgebiet oder Auental oder Wanderweg an einem der vielen Flüsse oder Bäche vorbei immer in der Nähe. Man muss sich halt nur regenfest anziehen. Aber das kennen wir ja nun. 







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